Die wohl häufigste Ursache für Hüftschmerzen im Erwachsenen Alter ist die sogenannte Koxarthrose. Hierbei handelt es sich um einen unspezifischen Abnützungsprozess, der zu einer degenerativen Veränderung im Gelenk führt. Die Knorpelschichten, welche die Gelenksflächen überziehen sind hierbei irreversibel geschädigt.
Durch die Abnützung im Gelenk kommt es zu entzündlichen Veränderungen, Bewegungseinschränkungen und zu typischen Schmerzen.
Der Prozess der Abnützung geht meist über Jahre, anfänglich mit leichten Schmerzen welche über die Jahre immer mehr werden. Der Verlauf variiert stark und kann auch über einen langen Zeitraum ohne Beschwerden verlaufen (asymptomatisch) und dann plötzlich beginnen.

Ein abgenütztes Hüftgelenk, welches den Patient im Alltag einschränkt und bei dem konservativ Maßnahmen nicht helfen, kann mittels einer Hüfttotalendoprothese versorgt werden.

Hierbei wird das abgenützte Gelenk durch ein künstliches, nicht schmerzhaftes Gelenk ersetzt. Eine Hüfttotalendoprothese (Hüft-TEP) besteht aus zwei Teilen. Der kugelige Hüftkopf sitzt auf einem Stiel, der im Oberschenkelhalsknochen befestigt wird. Sowie eine Art Schale, die das Gegenstück, die Gelenkpfanne bildet. Die Funktion des ursprünglichen Kugelgelenks als solches bleibt erhalten.

Die in den Knochen implantierten Komponenten bestehen meist aus Titanlegierungen. Die Pfanne im Bereich des Beckens ist meist durch Kunststoff (Polyethylen) oder Keramik ausgekleidet. Der künstliche Hüftkopf ist zumeist ebenfalls aus Keramik. So kommt es zu einem Keramik-Keramik Gleitlager, welches wenig Abrieb hat und somit eine lange Lebensdauer.

Der Eingriff, das operative Auswechseln des Gelenks, geschieht unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie („Kreuzstich“). Mittlerweile gibt es hier den minimal-invasive Zugang, welchen auch ich anwende. Der AMIS (anterior minimal-invasiv survery) Zugang oder auch „vorderer Zugang“ genannt ist eine Technik, welche zwischen Muskeln und zwischen Nerven zum Hüftgelenk führt und das Risiko einer Verletzung der Muskeln, Sehnen, Gefässe und Nerven reduziert. Aus diesem Grund ist die AMIS-Operationstechnik ideal für eine atraumatische Operation und eine schnelle Genesung.

Fachkundiges Personal wird sich nach der Operation um Ihre Genesung kümmern, sowie ein Rehabilitationsprogramm zusammenstellen.

Mit der Rehabilitation kann noch am Tag der Operation begonnen werden. Grundsätzlich lässt die neue, künstliche Hüfte eine Vollbelastung zu.

Für weitere Informationen stehe ich ihnen gerne zur Verfügung.

Categories: Orthopädie

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